Unsere Schule

Zur Geschichte unseres Gymnasiums

IMG erstes Kollegium

Das erste Kollegium: Heinz Senf, Jürgen Trockel, Jochen Koch und Heribert Bücker (v.l.)

Es war im Jahr 1977, als in Oer-Erkenschwick die Idee entstand, ein eigenes Gymnasium zu gründen. Zum einen hielt man das für eine aufstrebende Stadt, die sich auf die 30.000-Einwohner-Marke zubewegte, für durchaus angemessen. Zum anderen sperrten sich die Recklinghäuser Gymnasien zunehmend, neue Fünftklässler aus der Stimberg-Stadt aufzunehmen.

Und so begann das „Städtische Gymnasium für Jungen und Mädchen“ im August 1979 mit dem Unterricht. Ganze vier Kollegen unterrichteten die 87 Schüler und Schülerinnen in den Räumen der Realschule. Von einem eigenen Gebäude konnte nämlich noch keine Rede sein. „Niemand wusste, ob das neue Gymnasium überhaupt angenommen würde“, erinnerte sich der damalige Leiter Heribert Bücker in der Festschrift zum 25jährigen Bestehen. Doch die Nachfrage übertraf die Erwartungen und so zogen die vier Kollegen schon ein Jahr später in das renovierte Gebäude der Ewaldschule um. Ergänzt wurde das kleine Kollegium von  Anne Kamps, die bis heute Kunst und Englisch am Gymnasium unterrichtet. Aus heutiger Sicht verwunderlich: Starre Fachkombinationen interessierten damals nicht. Das erste Kollegium deckte alle Fächer ab, ergänzt lediglich durch einen Kunstlehrer von der Realschule und von Pfarrern, die Religion unterrichteten.

Eingang

Das Schulgebäude 1981

1981 erfolgte dann der Umzug in ein eigenes Schulgebäude an der Christoph-Stöver-Straße 4, wo das Gymnasium bis heute seinen Sitz hat. 18 Klassen fasste das neue Gebäude, dazu kamen 9 Fachräume und ein Musikraum. Immerhin 17, 2 Millionen Deutsche Mark kostete das Projekt, der damalige Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Rusche setzte sich dafür ein, dass darunter auch ein Landeszuschuss von 8,8 Millionen DM war. Der Andrang neuer Schüler blieb ungebrochen und so bevölkerten schon bald 850 Jungen und Mädchen den Schulhof, den man sich mit der Paul-Gerhard-Hauptschule teilte.

Mit der Zulassung der Oberstufe zeichnete sich ab, dass auch der Platz im neuen Schulgebäude nicht reichen würde. Anfang 1987 erfolgte deshalb der Spatenstich für ein neues Sek-II-Gebäude, 1988 verließ der erste Abitur-Jahrgang das „Städtische Gymnasium“, das einige Jahre später seinen Namen änderte. Auf Initiative der Schülerschaft  wurde der Name Willy Brandt ins Gespräch gebracht und schließlich im Juni 1994 vom Rat der Stadt gebilligt. So hieß  die Schule ab August 1994 nunmehr „Willy-Brandt-Gymnasium“ und ehrt dadurch das Andenken an den Altbundeskanzler und Friedensnobelpreisträger.  Bei der Feier der Namensgebung hielt der Historiker Peter Brandt, ältester Sohn Willy Brandts, die Festrede.

Mensa

Mensa

Im Herbst 1996 wurde der erste Direktor, Heribert Bücker, in den Ruhestand verabschiedet. Ihm folgten Jürgen Trockel (1997 – 2001) und Renate Urbaniak-Rieder (2001 – 2011), bevor der heutige Schulleiter Christian Huhn die Leitung des WBG übernahm. Im Jahr 2009 wurde die neue Schulzentrum-Mensa eingeweiht, die nicht nur als Speisesaal dient, sondern auch Theateraufführungen, Konzerten und Vorträgen Platz bietet. Komplettiert wurde die bauliche Ausstattung des WBG im Jahr 2011 durch einen Anbau neben dem Haupteinang, der die Stufenkoordinatoren, die Abteilungsleiter und die Schulsozialarbeiterin beherbergt und zudem einen großen Klausurraum umfasst, in dem mittlerweile zahlreiche Schüler und Schülerinnen ihr Abitur „bauten“.

Wir danken dem Stadtarchiv Oer-Erkenschwick für die Unterstützung bei der Recherche.